Machu Picchu

Machu PicchuVon Ollantaytambo fuhren wir mit dem Zug (Perurail) nach Aguas Calientes, dem Dorf bei Machu Picchu. Lonely Planet beschreibt dieses Dorf nicht zu unrecht als „Gringo Nightmare“. Es gibt Gassen voller Peruaner-Pizzeria-Restaurants  von fragwürdiger Qualität mit tw. unglaublichen Preisen (die dann aber auf Nachfrage doch verhandelbar sind), Bars, Hotels, am Hauptplatz stehen Inka-Statuen, die ins Disneyland passen würden, und natürlich Horden von Touristen.

Wir hatten zwei der 400 begehrten Tickets ergattert, die uns dazu berechtigten, den Berg Huayna Picchu zu besteigen – allerdings mussten wir den Aufstieg zwischen 7 und 8 Uhr morgens beginnen. Und zwar vom Kontrollpunkt in Machu Picchu aus, zu dem man zuvor wandern muss, nachdem man die Warteschlange am Eingang zu Machu Picchu hinter sich gebracht hat. Und natürlich muss man da erst mal von Aguas Calientes nach Machu Picchu gekommen sein. Und nachdem wir gelesen hatten, dass man auf die Morgenbusse aufgrund des Massenandrangs bis zu 90 Minuten warten muss, gingen wir lieber gleich zu Fuss.

Also starteten wir unsere Wanderung kurz nach 5 Uhr morgens, standen dann nassgeschwitzt in besagter Schlange, durften endlich Machu Picchu betreten, zwängten uns an amerikanischen und deutschen Touristengruppen vorbei, und suchten dann im dichten Morgennebel den Kontrollpunkt für die Bergwanderung. Um 7:08 hatten wir’s geschafft und konnten den (zweiten) Aufstieg beginnen. Über steile Stufen ging’s dem Gipfel entgegen. Als dieser erreicht war, hatte sich der Nebel zum Glück verzogen, und wir konnten die herrliche Aussicht auf die Inkaruinen von Machu Picchu genießen.

Am Rückweg wählten wir die Route über den (wieder viel tiefer liegenden) Mondtempel. Da dies die anstrengendere Variante ist, verirren sich nur wenige Touristen hierher. Wir genossen den einsamen Abstieg fern von den Touristenmassen, und hatten dann auch den Tempel für uns allein. (Nicht ganz, denn aufgrund der niedrigeren Lage und der Dschungel-Vegetation gab’s hier auch viele Moskitos.)

Danach wanderten wir wieder bergauf nach Machu Picchu, das wir bisher nur von weitem bzw. im Nebel betrachten konnten. Dort angekommen besichtigten wir die diversen Sehenswürdigkeiten, wie den Condor-Tempel, den Sonnentempel, den Tempel der drei Fenster, den heiligen Stein, das Intihuatana, und wie sie alle heißen.

Auch die Wanderungen zur Inka-Zugbrücke und zum Sonnentor ließen wir uns nicht entgehen, bevor wir den Abstieg zurück nach Aguas Calientes begannen.

Machu Picchu war für uns mit seiner tollen Lage zwischen all den hohen Bergen ein unvergessliches und beeindruckendes Erlebnis! Daran konnten auch die Massen von Touristen nichts ändern.

Advertisements

Über Bernhard

Likes: Traveling / Playing Guitar / Rock Music / Science / Tinkering with Electronics / Spicy Food ... Dislikes: Prejudice / Superstition / Pretentious blatherers ...
Dieser Beitrag wurde unter deutsch abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s