Cuenca

Neue Kathedrale in Cuenca

Neue Kathedrale in Cuenca

Zehn Tage verbrachten wir in und um Cuenca, der „Kultur-Hauptstadt“ Ecuadors. Diese liegt im Andenhochland auf ca. 2500 m Seehöhe, und das Zentrum der Stadt ist aufgrund der vielen historischen Gebäude UNESCO Weltkulturerbe.

Uns hielten aber weniger die alten Kirchen und Museen hier, sondern wir absolvierten (zum nun zweiten Mal) einen einwöchigen Spanisch-Sprachkurs, plus dazugehörigem Zusatz-Programm. Dazu zählten u.a. ein Kochkurs (Mote-Pillo) sowie ein Kurs im Salsa-Tanzen. (Allerdings können wir bis heute weder Salsa-Tanzen, kulinarische ecuadorianische Spezialitäten zaubern noch besonders gut spanisch sprechen.)

Unser Spanischlehrer Fausto führte uns auch zu den indigenen Naturheilerinnen, die ihre Patienten mit Kräuterbüscheln abwedeln, deren negative Energien in einem Ei aufsammeln und sie mit Kräuterschnaps bespucken. Am Kunsthandwerks-Markt erfuhren wir dann noch von der in Ecuador wachsenden Tagua (Steinnuss), die auch als „Pflanzliches Elfenbein“ bekannt ist und zur Herstellung verschiedener Kunstgegenstände, Knöpfe und Klaviertasten verwendet wird.

Cuenca ist eine sehr angenehme und sichere Stadt, weshalb sie auch bei Amerikanern hoch im Kurs steht, die hier ihren Ruhestand verbringen (und so wie wir in der Schule sitzen um Spanisch zu lernen). Von den anstrengenden Hausaufgaben (!) erholten wir uns meist im gemütlichen und empfehlenswerten brasilianischen Cafe Casa do Brasil oder im Cafe Austria bei Guglhupf und Apfelstrudel.

Natürlich konnten wir uns die viele vorhandene Kultur auch nicht vollkommen entgehen lassen, und so besuchten wir das Museo de Banco Central, besichtigten die Inka-Ruinen Tomebamba sowie Todos Santos, die neue Kathedrale, und – ganz was anderes – das Prohibido Centro Cultural.

Außerdem unternahmen wir, von unserer Schule organisiert, einen Wochenend-Ausflug zu den Cañari(Prä-Inka)-Ruinen von Coyoctor, inklusive kurzer Fahrt mit einer Eisenbahn. Da weder unser Fahrer noch der Guide den Weg zum Bahnhof kannten, und wir den Anweisungen der Einheimischen folgten, waren wir schon einige hundert Meter mit dem Minibus auf den Schienen (die hatten wir bereits gefunden) unterwegs, bevor sich der Fahrer doch eines Besseren besann und den Weg via Straße erfragte.

Der nicht weit entfernte Cajas Nationalpark beeindruckte uns mit seiner tollen Landschaft derartig, dass wir ihn gleich zweimal an unseren schulfreien Tagen für nette Wanderungen zwischen Lagunen und durch Páramo-Hochland und Polylepsis-Wald nutzten.

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Über Bernhard

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Eine Antwort zu Cuenca

  1. Gerti und Franz schreibt:

    Habt ihr auch Kunstwerke aus Tagua gekauft? Werden aber zu schwer zum Transportieren sein.
    Bin neugierig ob von diesem Kommentar beim Absenden wieder Buchstaben weggelassen werden wie beim letzten Mal. Oder ich war vielleicht doch etwas schlampig und habe sie vergessen?
    Jedenfalls las ich jetzt meinen Text genau durch!
    Liebe Grüße von Gerti

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