Vang Vieng

Vang Vieng ist ein kleines Städtchen zwischen Luang Prabang und Vientiane, und gilt als Backpacker-Party-Metropole.
Die Stadt ist umgeben von malerischen Felsgebirge und gilt angeblich als Kletter-Paradies. Man kann in der Gegend auch gut Wildwasser-Rafting betreiben, Kayak fahren, oder sich in einem alten Traktorreifen-Schlauch den Nam Song Fluß hinabtreiben lassen („Tubing“). Außerdem gibts rund um die Stadt unzählige Höhlen.

Wir waren weniger an den verschiedenen (extrem-)sportlichen Möglichkeiten als an der gemütlichen Atmosphäre interessiert, die hier angeblich vorherrscht. Leider ist es tatsächlich noch immer genau so, wie der „Lonely Planet“ schon vor 5 Jahren geschrieben hat: An jedem Eck gibts es eine „TV-Bar“, wo man sich zwar gemütlich auf Polster lümmeln und einen Drink schlürfen kann, nur wird man dabei aus neuen Flachbildschirmen mit alten Folgen von „Friends“ in voller Lautstärke beschallt. Ganz egal wo man sich im Zentrum von Vang Vieng aufhält, man hört ständig mindestens zwei unterschiedliche Folgen „Friends“, manchmal gemischt mit „South Park“, dazu Techno. Zu Essen gibts fast überall Burger, Pizza und „Snizhel“, teilweise auch in der „Happy“-Variante, d.h. versetzt mit verschiedensten Substanzen.

Angelockt vom „1 Gratis-Bier pro Person vor 22h“-Angebot haben wir eine der vielen Flussinsel-Bars besucht. Weil wir nicht nur schnorren wollten, haben wir dann auch die Karte studiert. Diese gliedert sich in 4 Kategorien: Drinks/Mushrooms/Marijuana/Opium. Haben uns dann also für einen Drink entschieden, und der war sein Geld nicht wert.

Sehr gut haben uns aber manche der Höhlen gefallen, die wir an zwei Tagen mit dem Fahrrad und zu Fuß abgeklappert haben. Teilweise reichen diese kilometerweit in den Berg und sind relativ gut zugänglich (wir haben uns aber nie so weit hineingewagt), teilweise sind sie eng, dreckig und rutschig. Am eindrucksvollsten war aber eindeutig die Tham Nam Höhle, in der ein Zufluß des Nam Song fließt. Am Höhleneingang kann man sich Stirnlampe und Traktorreifenschlauch ausborgen, und sich dann an Schnüren entlanghanteln, die fix in der Höhle montiert sind.  Zwischendurch muss man ein kurzes Stück zu Fuß gehen, dann gehts weiter im Tube. Insgesamt kann man ca. 500 Meter in den Berg vordringen, es kommt einem im Dunkeln aber wesentlich weiter vor!
Und mit abgedrehter Stirnlampe, wenns rundherum total finster ist, allein in der Höhle im Wasser zu treiben ist schon ein eigenartiges Gefühl!

Über Bernhard

Likes: Traveling / Playing Guitar / Rock Music / Science / Tinkering with Electronics / Spicy Food ... Dislikes: Prejudice / Superstition / Pretentious blatherers ...
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7 Antworten zu Vang Vieng

  1. michi&Dani schreibt:

    Wirklich entzückendes Getier..

  2. michiv schreibt:

    Und, wie sind die Parties?

    • Bernhard schreibt:

      Kann ich net wirklich sagen. Wir haben uns nur das eine mal ins „Nachtleben“ gestürzt, in besagte Inselbar, und dort war bis knapp vor Mitternacht nix los. Länger wolltn wir dann net bleiben, weil wir a bissl von unserem „Mojito“ enttäuscht warn. Geschmacklich genau wie ein Soda-Zitron, preislich wie zwei Abendessen.
      Aber wenn man vom Zustand mancher Leut ausgeht, die einem tagsüber so begegnet sind, dürften die nächtlichen Parties doch recht kräfteraubend zugegangen sein.🙂

  3. Silke schreibt:

    Die Mönche sind genauso umweltbewusst wie ihr- brav mit dem Rad unterwegs :-)!!

  4. Bettina schreibt:

    war das warmes Wasser in der Höhle, oder schaut das nur so aus am Foto als würds dampfen?
    super-coole Fotos jedenfalls!!!

  5. Gerti und Franz schreibt:

    War es in der Höhle nicht gruselig und schwirrten vielleicht Höhlentiere herum? Jedenfalls seht ihr auf den Bildern sehr relaxt aus!

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