Auf dem Mekong nach Luang Prabang

Wir haben uns von diversen Horrorgeschichten, die man im Internet über die zweitägige Bootsfahrt von Huay Xai den Mekong hinab nach Luang Prabang finden kann, nicht abschrecken lassen, und uns entsprechende Slowboat-Tickets besorgt. Auf den Kauf der oftmals empfohlenen Sitzkissen haben wir verzichtet, und das war auch gut so: Denn wie sich herausstellte, hat man die Sitzgelegenheiten in den Booten mittlerweile von Holzbrettern auf ausgemusterte Autobus-Sitze aufgerüstet! Damit war (relativ) bequemes Sitzen garantiert.

Slowboat(Möglicherweise ist es aber auch nur so, dass aufgrund des niedrigen Wasserstandes im Mekong Ende Februar eh nicht mehr Passagiere auf das Boot verfrachtet werden können, ohne auf Grund zu laufen, weshalb man denen dann auch ein bisschen platzraubenden Luxus gönnt.)

Mit ca. einer Stunde Verpätung ging die Fahrt dann los, und anfangs waren alle von der Schönheit der Landschaft fasziniert. Stellenweise ist der Fluß mehrere hundert Meter breit und fließt träge dahin, dann gibts wiederum enge Passagen an denen das Boot recht flott und knapp an großen, spektakulären Felsen vorbeizieht. Dementsprechend waren die Kameras der Passagiere im Dauereinsatz, obwohl das diesige Wetter gar nicht optimal für Fotos war.

Kinder am Mekong-UferNach einiger Zeit waren auch die letzten Zeichen moderner Zivilisation verschwunden. Keine Stromleitungen weit und breit, nur noch undurchdringlich wirkender Dschungel, und gelegentlich Flussdörfer mit enthusiastisch winkenden Kindern. Ab und zu störten „Speedboats“ die Idylle. Bei vielen Mitreisenden war die Faszination für die Landschaft abgeebbt, die meisten hatten ihre Kameras gegen Beerlao-Flaschen getauscht.

Rinder am Mekong-UferNach knapp 7 Stunden wurde in Pak Bang angelegt, um dort die Nacht zu verbringen. Wir haben uns in ein Guesthouse abschleppen lassen, das sehr einfach, aber dafür auch sehr günstig war. Trotzdem wurden wir NICHT von Ratten angeknabbert, und die Kakerlaken haben sich auch gut versteckt. (Anders als man in Reiseforen mitunter lesen kann.)

MekongDer zweite Tag am Boot startete dann ebenfalls mit Verspätung, weil eine Schweizerin statt um 8:30 erst kurz vor 10 auftauchte, wild winkend, damit ihr jemand beim Schleppen ihrer riesigen Hartschalenkoffer hilft.

Die Fahrt verlief sehr ähnlich der ersten, nur in einem anderen Boot, und nach 8 Stunden waren alle sehr erleichtert endlich in Luang Prabang anzukommen.

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Über Bernhard

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5 Antworten zu Auf dem Mekong nach Luang Prabang

  1. michi&Dani schreibt:

    Na zum Glück seid ihr nicht unter den Verletzten des Busunglücks…bald werden die Büffel dort nicht mehr im schlamm liegen…im Grenzgebiet Laos-Thailand wird ein Riesen Wasser-Kraftwerk am Mekong gebaut…name:Xayaburi.

  2. michiv schreibt:

    Großarige Reiseberichte und echt schöne Fotos! Zu den Drachenfotos würd ma wos einfallen aber i will keinen Verweis wie der Tom. Hoffe der Hax von Kerstin funktioniert wieder und ihr bleibts so fleißig am schreiben. Nach 1h account-Erstellung können Anita und i jetzt a mitreden. LG und alles Gute!

    • Bernhard schreibt:

      JUHUU, neue Kommentatoren! Aber ich glaub, für’s Kommentieren braucht man gar keinen Account, nur eine Emailadresse.
      Bist jetzt nicht der erste dem was zu den Drachen eingfalln wär, aber alle warens brav und haben das nur via Email mitgeteilt. 😉
      LG

  3. LEO schreibt:

    Hallo Ihr Zwei, ich verfolge Eure Routenführung von Bangkok–>Sukhothai–>ChiangMai und weiter. Ich kann mir aber keinen Reihm machen wohin Ihr unterwegs seid. Gibt es ein Ziel? Wie kommt Ihr auf Luang Prabang( Kein Mensch kennt dieses Dorf)?

    • Bernhard schreibt:

      Hallo Leo, dein Kommentar ist automatisch als Spam behandelt worden, ich weiß leider nicht warum. Wahrscheinlich war das die Strafe für’s Nicht-Kennen der EHEMALIGEN LOATISCHEN KÖNIGSSTADT! 😉
      Der Weg ist das Ziel, Plan hamma keinen, aber demnächst soll’s nach Vietnam gehen. (Sitzen grad in Champasak, DAS ist ein erst ein Nest, aber nett und ruhig.)
      LG

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