Mina Clavero

Um aus der Großstadt rauszukommen, beschließen wir in das ca. 120 km entfernte Mina Clavero zu fahren. Dies ist ein beliebter Urlaubsort, weil sich dort drei Flüsse treffen, und es viele natürliche, aus den Felsen herausgewaschene Badepools gibt. Zum Glück ist Nebensaison, weshalb die Atmosphäre hier sehr ruhig und entspannt ist. Trotzdem ist es am Sonntag Nachmittag schon recht eng im bliebten Wasserloch Nido del Aguila. Am Montag jedoch haben wir dann die Flüsse fast für uns alleine.
Wir unternehmen auch eine Wanderung entlang des Río Panaholma zum benachbarten Ort Villa Cura Brochero. Seit der Seligsprechung eines lokalen Geistlichen pilgern viele Christen in den Ort. Während der Siesta haben wir allerdings das Dorf für uns alleine.

Und, eines wollen wir noch erwähnen: Hier ist es sogar touristisch genug, dass wir – versteckt in einer Buchhandlung – Ansichtskarten finden.

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Córdoba

Frühmorgens kommen wir mit dem Bus in Córdoba an und stärken uns mit einem kleinen Frühstück (Kaffee plus ‘Halbmonde’) am Busbahnhof. Nachdem wir unser Zimmer bezogen haben schauen wir uns den zentralen Plaza San Martin mit der Iglesia Catedral sowie den Cabildo (das historische Ratsgebäude) an. Dann schlendern wir durch die zahlreichen Fußgängerzonen und halten nebenbei Ausschau nach Post und Ansichtskarten. Wir kommen am Regierungsviertel und etlichen der zahlreichen Kirchen sowie Museen vorbei, für die Córdoba bekannt ist. Im Parque Sarmiento erholen wir uns dann ein bisschen vom Verkehrslärm und der Hitze. (Ins Estadio Kempes sind wir letztlich nicht gepilgert.)

Am nächsten Tag fahren wir (nach längerer Suche nach dem richtigen Bus) zum Parque Nacional Quebrada del Condorito. Dieser liegt auf ca 2000 Meter Höhe und verspricht ein wenig kühler zu sein als die Großstadt. Wir wandern zum ‘Balcon Norte’ an der Schlucht und beobachten dort die kreisenden Kondore und andere Greifvögel.

PS: Ansichtskarten haben wir in ganz Córdoba nicht gesichtet.

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Tigre

Von Carmelo aus setzen wir mit der Fähre wieder nach Argentinien über. Die zweieinhalbstündige Fahrt führt uns vom Arroyo de las Vacas über den Rio Uruguay und durch’s Mündungsdelta des Rio Paraná (die beiden Flüsse bilden dann den Rio de la Plata) nach Tigre. Dieser Ort liegt etwas nördlich von Buenos Aires und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Wir dachten wir werden in einem kleinen Fischerdorf ankommen, jedoch sehen wir dann schon von weitem vom Boot aus einen riesigen Vergnügungspark und jede Menge Hochhäuser. Hier wirkt gleich wieder alles etwas kommerzieller und moderner, vorm Hafen können wir auch gleich ein paar Ansichtskarten erstehen. Dafür fällt uns auch sofort wieder die uns schon bekannte Rücksichtslosigkeit der Autofahrer gegenüber Fußgängern auf. Da können die Argentinier noch von den Uruguayern lernen.
Am Nachmittag schauen wir uns die Stadt an und spazieren dabei hauptsächlich die nett hergerichtete Promenade an den beiden Flüssen Rio Tigre und Rio Lujan entlang.
Am nächsten Tag gehts dann mit der elektrischen Bahn ‘Tren de La Costa’ nach Buenos Aires.

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Carmelo und die Suche nach den uruguayischen Ansichtskarten

geschlossene Tourist Info

geschlossene Tourist Info

Nachdem es uns noch nicht gelungen ist, Ansichtskarten aus Uruguay zu besorgen (weder in Montevideo noch in Punta del Diablo sind uns welche untergekommen), halten wir unsere Augen nun intensiver danach offen! Zum Glück sieht Kerstin während ihrer morgendlichen Laufrunde, dass die Tourist-Info am Strand Karten in der Auslage liegen hat. Unser erster Weg führt uns also am Vormittag zur Touristeninformation bei der Mündung des Arroyo de las Vacas in den Rio Uruguay. Leider ist diese nicht geöffnet und es sind auch keine Öffnungszeiten angegeben.
Wir wandern zurück ins Stadtzentrum und besichtigen dieses. Ansichtskarten stechen uns dabei nirgends ins Auge. Wir beschließen unser Glück im Supermarkt zu versuchen – aber leider hält dieser mittlerweile Siesta. (Bis wann?)
Wir fragen beim Kiosk an der Plaza nach Ansichtskarten, wo man uns ein paar Blocks weiter zum Fotografen schickt, der aber natürlich ebenfalls gerade Siesta macht. Zurück an der Plaza finden wir ein offenes Lokal und trinken dort keinen Kaffee (gibts nicht) zu Kuchen und Milchreis.
Mittlerweile ist es halb drei, die ersten Geschäfte öffnen wieder. Der Supermarkt leider nicht. Also wandern wir zur Casa de la Cultura, wo es ein weiteres Tourist-Info-Büro gibt. Das hat zwar geöffnet, aber leider keine Ansichtskarten. Wir bekommen einen Stadtplan und verschiedene Tipps, u.a. dass es Karten bei der Post gibt. Also auf zum Postamt. Dieses hat wohl offen, ist aber von allen Menschen verlassen.
Zurück zum Supermarkt, der hat noch immer zu, also weiter zum historischen Zentrum. Nachdem wir dieses besichtigt haben probieren wir es nochmal bei der Post. Leider gibt es keine Ansichtskarten, aber man schickt uns zum Fotografen. Der ist zum Glück nicht weit weg, hat mittlerweile auch wieder geöffnet, aber auch keine Karten. Dafür erhalten wir den Tipp, es beim Kiosk an der Plaza zu probieren. Also wieder zurück zum Start!
An der Plaza hat mittlerweile ein weiterer Kiosk geöffnet. Der will uns zum Fotografen schicken und meint, wir sollen es auch beim Supermarkt probieren. Der hat noch immer geschlossen. Wir wandern noch ein paar Blocks, fragen in verschiedenen Geschäften (Spielzeug, Schreibwaren, …), die uns alle zum Fotografen schicken.
Beim Rückweg hat tatsächlich der Supermarkt offen. Es geht auf fünf zu. Karten gibts keine, also kaufen wir eine Flasche Wein und geben die Kartensuche auf. Sorry Gerti, wir habens probiert…
Ansichtskarten

Ansichtskarten


P.S.: Vor dem Öffnen der Weinflasche waren wir dann doch noch einmal bei der Tourist-Info mit den Ansichtskarten in der Auslage. Die war aber weiterhin geschlossen. Also haben wir zumindest ein Foto von den Karten geschossen.

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Punta del Diablo

Nach viereinhalbstündiger Busfahrt kommen wir am Nachmittag in Punta del Diablo an. Dieses kleine Fischerdorf liegt ganz im Osten Uruguays nahe der brasilianischen Grenze. In der Hochsaison tummeln sich hier angeblich über 30000 Touristen, das Dorf ist vor allem bei Surfern, Backpackern und ‘Aussteigern’ beliebt. Davon merken wir aber gar nichts. Es ist neblig, der Ort wirkt wie ausgestorben, viele Hotels, Restaurants und Bars haben geschlossen. Überall sind ‘zu vermieten’ und ‘zu verkaufen’ Schilder zu sehen. Abends finden wir gerade rechtzeitig ein offenes Restaurant bevor ein Gewitter aufzieht.
Am nächsten Tag ist das Wetter besser und wir wandern in den Nationalpark Santa Teresa. Dort ist es ruhig und idyllisch – bis plötzlich eine Kolonne von ca. 250 Offroad-Fahrzeugen (Jeeps, Buggys, Quads, Motorräder, …) an uns vorbeirauscht. Wir flüchten uns ins Unterholz und folgen einem schmalen, zugewachsenen Pfad zu einem Aussichtsturm.
Danach gehts weiter zu einer Lagune, wo man viele Vögel beobachten kann. Ein kleinerer Greifvogel verwechselt Bernhards Haare offensichtlich mit leichter Beute und verpasst ihm einen Schlag auf den Hinterkopf… beide haben es aber unbeschadet überstanden.
Als nächstes besuchen wir einen kleinen Zoo und danach das Fortaleza Santa Teresa. Zurück nach Punta del Diablo wandern wir dann über den langen Sandstrand Playa Grande.

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Montevideo

Palacio Salvo

Palacio Salvo

Die Hauptstadt Uruguays steht gerade ganz im Zeichen der bevorstehenden Wahlen. Wir werden mit Flyern eingedeckt und geraten in unzählige Wahlversammlungen. Zunächst erkunden wir die Ciudad Vieja (Altstadt). Am Plaza Independencia besichtigen wir das Mausoleo Artigas unter der Reiterstatue des selbigen und bewundern den etwas eigenartig aussehenden Palacio de Salvo, der mit seinen 26 Stockwerken das höchste Gebäude Südamerikas war.
Wir schlendern durch die Fußgängerzone weiter bis zum Rio Plata und gehen weiter zum Hafen. Dort sperrt allerdings schon alles zu. Außerdem besichtigen wir das kleine, interessante Museo Los Andes 1972, das sich dem Überlebenskampf der Insassen des Flugzeugabsturzes in den Anden widmet und unterhalten uns mit dem deutsch-stämmigen Besitzer. Dann spazieren wir die Rambla am Flußufer entlang, wo sich jede Menge Sportler (Läufer, Walker, Inline-Skater, …) tummeln. Wir fragen uns allerdings, wie gesund das wohl auf Dauer sein mag, da die sechsspurige Straße daneben sehr stark befahren ist, und die alten Fahrzeuge hier jede Menge Abgase produzieren.

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Colonia del Scramento

Nach einer guten Stunde auf der Fähre kommen wir in Colonia del Sacramento auf der uruguayischen Seite des Rio de la Plata an. Wir beziehen unser Hotel und machen uns mit den Eigenheiten uruguayischer Bankomaten vertraut.
Danach erkunden wir das historische (und UNESCO-geschützte) Zentrum dieser Kleinstadt, auf die im Laufe der Geschichte immer wieder Spanier, Portugiesen und Engländer ihren Anspruch erhoben. Neben der Besichtigung des alten Stadttors, der Ruinen der Bastion, des Leuchtturms und der Calle de los Suspiros bewundern wir auch die alten Autos die hier auf den Straßen zu finden sind.
Nach der Großstadt Buenos Aires mit all ihrem Trubel wirkt hier alles sehr entspannt, die Luft ist deutlich besser, und so genießen wir einen gemütlichen Nachmittag mit Kaffee und “Halbmonden”.

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